Aktuelles vom Ulmer Gleisdreieck

Dezember 2021

  • ​Die Abstimmung im Gemeinderat der Stadt Ulm endete ernüchternd: es wird uneingeschränkt und ohne jede kleine Änderung gebaut! Ein großer Teil der Stadträt*innen waren offensichtlich den Argumenten der Bürger*inneninitiative nicht zugänglich und sind damit blind der Verwaltung gefolgt. Sie waren damit auch nicht gewillt, eine offene Bürgerbeteiligung zuzulassen.


  • Bürgermeister Tim von Winning antwortet auf den offenen Brief an Oberbürgermeister und Ersten Bürgermeister der Stadt Ulm. Die Bürger:inneninitiative ist mit der Antwort nicht zufrieden, wie in einem – wiederum offenen – Brief mitgeteilt wird.


  • Am 10. Dezember erfolgte die Übergabe der Unterschriften vor dem Rathaus, zuvor wurde die Presse in einer Pressekonferenz informiert.


  • ​Die Bürger:inneninitiative appelliert am 9. Dezember in einem offenen Brief an den Ulmer Gemeinderat bei der Abstimmung am 14./15. Dezember die Nutzungsänderung des Gleisdreiecks hin zu einem Gewerbegebiet abzulehnen:


  • Ein Leser der Südwest Presse fragt per Leserbrief die Stadt Ulm, ob deren Begrünungsprogramm ein Witz sein soll. Das Programm sei mit zu niedrigem Budget ausgestattet um etwas zu bewegen, wobei gleichzeitig große alte Bäume im Gleisdreieck mit Billigung der Stadt fallen sollen:


  • Die Bürger:inneninitiative richtet am 8. Dezember einen offenen Brief an Oberbürgermeister Czisch und den Ersten Baubürgermeister Bendel. Darin werden Fragen aufgeworfen, inwieweit die Stadt Sicherungsregelungen in Bezug auf das Gleisdreieck getroffen hat und ob es zu Vermögensschäden für die Stadt Ulm gekommen ist:


  • ​Die Empfehlungen für die Landesgartenschau, welche die Stadt Ulm im Rahmen des Bürgerdialogs ausarbeiten ließ, sprechen eine klare Sprache, was sich die Ulmer Bürgerschaft im Gleisdreieck wünscht – ein Hochhausneubau ist es nicht!


  • Auch im Dezember gab es nochmals einen Infostand in der Neuen Mitte, Hans-und-Sophie-Scholl-Platz. Hier finden Sie einige Reaktionen von Ulmer Bürger:innen zum geplanten Bauprojekt im Gleisdreieck.
  • Am 2. Dezember fand eine öffentliche Podiumsdiskussion unter dem Titel »Politische Partizipation für eine moderne Stadtentwicklung in Ulm« an der vh Ulm statt. Die Veranstaltung erfolgte hybrid – also vor Ort in der vh und online via Zoom. Die Stadtverwaltung wurde vertreten durch  Baubürgermeister Tim von Winning, die Ulmer Bürger:innen durch Kathrin Vahle-Jochner (Bürger:inneninitiative »Ulmer Gleisdreieck«) und Dr. Martin Böhnisch (Initiativkreis Donau-Campus).


  • Die Bürger:inneninitiative veröffentlicht einen offenen Brief an Baubürgermeister von Winning, in dem es um die offensichtlichen Diskrepanzen zwischen den Aussagen der Stadtverwaltung und der Situation vor Ort bzw. den aktuellen Planungen geht:


  • Weitere Artikel und Leserbriefe erscheinen in der Lokalpresse:


November 2021

  • ​Bereits im vergangenen Monat haben sich Petra Schmitt, Dr. Andreas Lörcher, Florian L. Arnold, Dr. Martin Böhnisch und Rasmus Schöll vom »Initiativkreis Donau-Campus« Gedanken über die Zukunft des ehemaligen Gebäudes der HfK+G gemacht:


  • Im November gab es mehrere Infostände in der Neuen Mitte. Die Reaktionen der meisten Gesprächspartner:innen waren eindeutig kritisch gegenüber dem Vorgehen der Stadtverwaltung. Hier finden Sie einige Reaktionen von Ulmer Bürger:innen zum geplanten Bauprojekt im Gleisdreieck.
  • Im Gleisdreieck werden immer weiter Tatsachen geschaffen, ohne dass eine Entscheidung des Gemeinderats vorliegt. Auftraggeberin der Arbeiten ist die Stadtverwaltung. Soll damit der Gemeinderat beeinflusst werden, indem Kosten auflaufen, auf denen die Stadt im Falle einer Ablehnung sitzen bleiben würde, fragt sich der Kommentar in folgendem Video:
  • Es geht auch anders, wie die Stadt Neu-Ulm vormacht: Statt eines großformatigen Hotelkomplexes wird im ehemaligen Barfüßer Neu-Ulm nun der Bestand für die Allgemeinheit erhalten. Die Bäume werden nicht gefällt, das Gebäude durch die Stadt saniert und ein Trägerkonzept zusammen mit Gastronomen und Kulturschaffenden erarbeitet.


  • Am 04.11. wurde mit baubodenvorbereitenden Maßnahmen begonnen. Für Bohrungen zur Bodenuntergrundanalyse wurden an ca. 10 Stellen im baumbestandenen Areal Kreise mit 4 m Durchmesser kahlgeschlagen. Dabei handelte es sich, wie Bilder belegen, keineswegs nur um Gebüsch. Bohrungen finden auch unter den über 150-jährigen Blutbuchen statt, mit der entsprechenden Schädigung des Wurzelwerks.
    Aussage der Stadtverantwortlichen hierzu: »Es handelt sich um Bodengrunduntersuchungen, die unabhängig von Art und Umfang einer künftigen Bebauung notwendig sind und einer Entscheidung im Gemeinderat in keiner Weise vorgreifen.« 
    Übrigens ist die Blut- bzw Rotbuche der Baum des Jahres 2022 – auch weil sie besonders klimawandelresistent ist. Ob die Blutbuchen auf dem städtischen Gelände im Gleisdreieck im Jubiläumsjahr noch lange stehen ist indes höchst ungewiss.
  • Weitere Artikel und Leserbriefe erscheinen in der Lokalpresse.

Oktober 2021

Planungsbereich Ehinger Tor Landesgartenschau Ulm
Das Gleisdreieck liegt im Planungsbereich der Landesgartenschau, zentral zwischen Roxy, Donau und Schmetterlingsgarten. Doch statt die derzeit als »öffentliche Grünfläche« ausgewiesene Fläche von 1.386 qm (in den Planungsunterlagen noch hellgrün unterlegt) in die Gartenschauplanungen einzubeziehen und damit für die Ulmer Bürger:innen nachhaltig nutzbar zu machen, will die Stadtverwaltung den Gemeinderat dazu bewegen, diese öffentliche Grünfläche in ein Gewerbegebiet umzuwandeln und von einer Privatfirma kommerziell bebauen zu lassen (Bild: Stadt Ulm)

September 2021

  • Gespräche mit Vertretern des Stadtrats finden statt, in denen eine Sprechergruppe die Fragen und Anliegen vorträgt. Volksvertreter sind teilweise erschreckend wenig informiert.
  • Keine Einhaltung von Zusagen seitens CDU und SPD, über die Verträge zwischen Stadt und Hochschulbetreiber zu recherchieren und die Fragesteller zu informieren.
  • Verkauf des Grundstücks, das nach dem derzeit gültigen Bebauungsplan nur die Sondernutzung „Sonderbaufläche Hochschule“ vorsieht, als Gewerbegrund von privat an privat.
  • Umfangreiche Planungen legen den Verdacht nahe, dass hier durch Zusagen an alten Besitzer (Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Kommunikation mbH, Familie Wolf) und neuen Besitzer (Objektgesellschaft Ziegelländeweg 4 GmbH & Co. KG / Geiwitz und Partner) Entscheidungen vorweggenommen wurden, die der Stadtrat zu treffen hat.
  • ​Am Montag, 27.09.21, fand die Gründungsversammlung der „Bürger:innen-Initiative Gleisdreieck“ statt, um in der Öffentlichkeit umfassend zu informieren und ein privates Bauprojekt dieser Größenordnung am Donauufer zu verhindern. Das prominente Grundstück soll Sondergebiet mit Nutzungsbindung für Belange der Allgemeinheit bleiben. Es darf kein (eingeschränktes) Gewerbegebiet entstehen.

​August 2021

​Juni / Juli 2021

Anwohner beraten sich, holen Informationen u.a. zur Vorgängerbaumaßnahme (HfK+G) ein:

  • Ausgewiesene Sondernutzung Hochschule!
  • Bürgerinteresse wächst und kritische Fragen kommen auf
  • Geplante Umwandlung der Sondernutzungsfläche Hochschule in ein eingeschränktes Gewerbegebiet mit Bürohochbau an der Hochhausgrenze bis zu 33 m, damit doppelt so hoch wie die Umgebungsbauten (17 m)
  • Fast der gesamte alte Baumbestand soll dem Neubau zum Opfer fallen.
  • Fehlendes Schallgutachten hinsichtlich Auswirkungen eines solchen Gebäudes auf die Nachbarschaft (reflektierender Bahnlärm, bereits heute über den zulässigen Grenzwerten für Wohnbebauung, insbesondere nachts).
  • Fehlendes Gutachten zu den Auswirkungen von Starkregen- und Hochwasserereignissen auf die Umgebung nach dem Bau einer das komplette Areal einbeziehenden Tiefgarage.
  • Fehlende Stellungnahme zur Verkehrsbelastung in der Schillerstraße und insbesondere zur Eng- und Gefahrenstelle unter der Bahnunterführung, wo sich jetzt schon Radfahrer und Fußgänger aus vier Richtungen begegnen.

​Seit März 2021

  • Informationen in der Presse
  • Verwaltung wiegelt erste Stellungnahmen ab
  • Entscheidung zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan wird im Bauausschuss knapp mit 5/7 Stimmen angenommen
  • kritische Leserbriefe dazu in der SWP

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